C O N C O R D I A W I E M E L H A U S E N 0 8 / 1 0 e. V.
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Auch ab dem 30. Mai kein regulärer Fußball möglich

Die Landesregierung Nordrhein-Westfalens hat am Mittwoch die neue Corona-Schutzverordnung veröffentlicht, die ab dem 30. Mai gilt. Darin enthalten sind unter anderem die Öffnung der Kontaktbeschränkung auf Gruppen von bis zu zehn Personen sowie Wettbewerbe im Breiten- und Freizeitsport. Der Fußball- und Leichtathletik-Verband Westfalen (FLVW) weist in diesem Zusammenhang ausdrücklich darauf hin, dass nach wie vor kein regulärer Trainings- oder Wettkampfbetrieb im Amateur- und Jugendfußball möglich ist.

 

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Quelle: Fußball- und Leichtathletik-Verband Westfalen e. V.

Gesichtsmasken mit Vereinslogo

Schreiben vom 9. Mai 2020, FLVW-Präsident Gundolf Walaschewski

Es besteht nicht der geringste Anlass, von der Empfehlung zum Saisonabbruch abzurücken

Sehr geehrter Damen und Herren,
liebe Vereinsvertreterinnen und Vereinsvertreter,


erst am Mittwoch haben Sie Post von mir bekommen, in der ich Ihnen die Empfehlung des Verbands-Fussball-Ausschusses (VFA) zum Abbruch und zur Wertung der Saison vorgestellt und erläutert habe. Nur ein paar Stunden später verkündet die nordrhein-westfälische Landesregierung, dass ab dem 30. Mai auch Sportarten wieder aufgenommen werden können, bei denen der Körperkontakt unvermeidlich ist. Darunter fällt selbstverständlich auch der Fußball.


Ich war - wie Sie vielleicht auch - von dieser weitgehenden Öffnung des Sportbetriebs völlig
überrascht. Deshalb gestatten Sie mir ein paar persönliche Worte zu dieser Mitteilung des
Landes. Für mich fühlt es sich an, wie ein öffentlich stattfindender Öffnungs-Überbietungswettbewerb unter dem Motto: “Alles was Du kannst, kann ich viel besser”. Was
sich spontan als „frohe Botschaft“ ausgibt, entpuppet sich bei gründlichem Überdenken aus
meiner Sicht als voreilig, unausgegoren und hoch riskant.


Wir alle wären sicher uneingeschränkt froh, wenn es nur einer solchen „Öffnungsklausel“
bedürfte, um wieder dahin zurückzukehren, wo wir aufgehört haben. Aber das Virus bleibt,
und ihm ist unser Spaß am Fußball völlig egal. Zudem bleiben zahlreiche essenzielle Fragen in
der Regierungsmitteilung zunächst unbeantwortet: Was passiert, wenn sich durch den Fußball
das Virus wieder ausbreitet? Dann werden wir wohl oder übel zu einem erneuten Lock down
zurückkehren müssen. Damit wird es immer schwerer, einen geregelten Spielbetrieb
aufrechtzuerhalten und auf einem unanfechtbar sportlichen Weg über Aufstieg und Abstieg
entscheiden zu lassen. Was passiert, wenn sich einzelne Spieler oder Funktionsträger
infizieren und die gesamte Mannschaft in Quarantäne muss? Was passiert, wenn Spielern das
Risiko zu spielen, zu groß ist? Kann der Verein sie dazu zwingen oder steht dann
zwangsläufig eine andere Mannschaft auf dem Spielfeld als die zu Saisonbeginn? Was
passiert, wenn ganze Mannschaften sich weigern, auf den Platz zu gehen, weil sie das
Infektionsrisiko fürchten?


Wie sehen die Hygienevorgaben für unsere Sportvereine aus und können sie diese erfüllen?
Ist es auf Sportanlagen ohne Zäune oder Hecken möglich auch zufällig vorbeikommende
Zuschauer abzuhalten? Die Mitteilung der Landesregierung wirft für unseren Fußballverband
mehr Probleme auf als sie löst.


Um es ganz deutlich zu sagen: Das Präsidium sieht auch nach der Öffnungsmitteilung der
Landesregierung nicht den geringsten Anlass, von der Empfehlung zum Saisonabbruch
abzurücken. Wir halten diesen für verantwortbarer als die Weiterführung der Saison.


Wenn wir jetzt unsere Empfehlung zum Abbruch der Saison infrage stellen und eine
Weiterführung der Saison beschließen würden, würden wir die Mannschaften zwingen,
wieder am Spielbetrieb teilzunehmen. Dürfen wir das als Verband überhaupt? Haben wir
nicht vielmehr die Pflicht, aus Verantwortung für die Spieler, die Trainer und Betreuer, die
Familien, die Zuschauer das Risiko gegen Null zu fahren? Ich meine, ja. Wenn andere die
Negierung dieser Verantwortung meinen tragen zu können, wir wollen das nicht. Auch nicht,
wenn es - wie ich annehme - Diskussionen geben wird. Nicht zuletzt, weil man glaubt, seine
Interessen doch noch durchsetzen zu können.


In einer solchen Extremsituation, in der ein Niesen schon eine Infektionskette auslösen kann,
ist nichts wichtiger als der Gesundheitsschutz, der durch den Wegfall einer behördlichen
Verfügung nun wieder in den privaten Bereich verlagert wird. Das gilt dann natürlich auch für
die Verantwortung.


Um es noch einmal zu betonen: dass der Verbands-Fußball-Ausschuss und/oder das
Präsidium sich zu einer Abkehr von der vorliegenden Beschlussempfehlung bereitfinden
würden, glaube ich nicht, es sei denn, dass ein außerordentlicher Verbandstag uns dazu
zwingen würde. Das sehe ich nicht. Ich halte aber überhaupt nichts davon, beim ersten
Widerstand nach dem Motto zu verfahren: „Vorwärts Kameraden, wir müssen zurück!“ Wir
haben den Vereinen Planungssicherheit versprochen. Machen wir jetzt keine Echternacher
Springprozession daraus: „Zwei Schritte vorwärts, einen zurück.“


Mit freundlichen Grüßen
Gundolf Walaschewski
FLVW-Präsident

Pressemitteilung vom 5. Mai 2020, FLVW-Präsident Gundolf Walaschewski

Verbands-Fußball-Ausschuss wird Saisonwertung mit Aufsteigern empfehlen

Der Verbands-Fußball-Ausschuss (VFA) des FLVW wird am 5. Mai eine Empfehlung zur Saisonwertung an das Präsidium und die Ständige Konferenz aussprechen. Diese sieht eine Wertung der Saison mit Aufsteigern und ohne Absteiger vor. Das hat die Beratung des Gremiums nach Abschluss der Videokonferenzen mit den Vereinen sowie das Ergebnis des extern beauftragten Rechtsgutachtens ergeben.

"Die zuständigen Rechts-Experten haben ganz klar formuliert, dass ein Saisonabbruch - auch bei höherer Gewalt wie der Corona-Pandemie - nicht zum Nachteil der Vereine gewertet werden soll", sagt FLVW-Vizepräsident Manfred Schnieders. Eine komplette Annullierung der Saison 2019 / 2020 ist demzufolge keine Option mehr für den Verband. Der VFA wird deswegen eine Wertung der Spielzeit mit Aufsteigern vornehmen. Wie diese final aussehen wird, steht aktuell noch nicht fest. "Wir werden uns alle Ligen genau anschauen und natürlich versuchen, die Empfehlungsgrundlagen so fair wie möglich für die potenziellen Aufstiegskandidaten zu gestalten. Aufgrund einiger besonderer Situationen in einzelnen Staffeln wir es leider Härtefälle und Vereine geben, denen wir nicht gerecht werden können", kündigt der VFA-Vorsitzende Reinhold Spohn (Herne) an. 

Fest steht hingegen bereits jetzt, dass der VFA für die kommende Saison die Bezirksliga-Staffeln von derzeit 12 auf 14 erhöhen wird. Zudem soll es eine weitere Landesliga-Staffel geben. Damit will der Verband zu große Staffelgrößen und längere Fahrtwege für die Vereine vermeiden. Die endgültigen Staffelanzahlen und die dazugehörigen Einteilungen können jedoch erst dann bestimmt und vorgenommen werden, wenn der VFA das Datum fü einen neuen Saisonstart kennt. 

Einen zusätzlichen Aufstiegsplatz in die Bezirksliga erhalten die Kreise, die über einen "halben Aufsteiger" verfügen. "Bislang war es so, dass Relegationsspiele zwischen Mannschaften aus Kreisen mit "halbem Aufstiegsrecht" stattgefunden haben. Diese Relegationsspiele können nicht ausgetragen werden, so dass der halbe in einen direkten Aufstiegsplatz umgewandelt wird" erläutert Spohn. Ähnlich soll auch im Frauenfußball verfahren werden: Statt der üblichen 18 wird es 23 Aufsteiger aus den Kreisen geben. Wie Marianne Finke-Holtz (Vorsitzenden Kommission Frauenfußball) bestätigte, soll eine zusätzliche Bezirksliga-Staffel (7) eingerichtet werden.

Die bisher getroffenen Überlegungen betreffen ausdrücklich die Meisterschaftsspiele der Männer und Frauen von der Kreisliga bis zur Oberliga. Der Verbands-Jugend-Ausschuss (VJA) berät derzeit ebenfalls über die Wertung der Saison.

Bis Dienstag, 5. Mai muss die ausgearbeitet Empfehlung des VFA beim Präsidium vorliegen, das am gleichen Abend darüber beraten wird. Am Montag, 11. Mai tauschen sich die MItitglieder der Ständigen Konferenz über die Empfehlung aus. Anschließend wird diese auf einem Außerordentlichen Verbandstag zur finalen Abstimmung gestellt. Aufgrund von Fristeinhaltungen wird dieser im Juni stattfinden.

"Die Art und Weise des Austausches zwischen Vereinen und Verband in den vergangenen Tagen war durchweg positiv und von gegenseitigem Verständnis und Respekt geprägt", blickt FLVW-Präsident Gundolf Walaschewski auf die vergangenen Telefonate und Videokonferenzen zurück. "Wir sind uns alle einig und plädieren für ein Saisonende, was dann spätestens auch im Juni formell und rechtskräftig beschlossen werden soll. Für die Wertung der Spielzeit - wie immer sie dann final aussehen wird - hoffe ich ebenfalls auf das Verständnis der Vereine - hierfür bedanke ich mich noch einem ausdrücklich", so Walaschewski.

Aufruf an unsere Vereinsmitglieder, Freunde und Förderer unseres Sportvereins  

Liebe Vereinsmitglieder,

liebe Freunde und Förderer unseres Sportvereins,

 

die Corona-Pandemie bestimmt zurzeit unser Leben. Dies betrifft aber nicht nur die Sorge um unsere Gesundheit, sondern auch um unsere tägliche Arbeit und unser Freizeitverhalten.

 

In Industrie und Handel sind viele Menschen von Kurzarbeit bedroht. Hierunter leiden viele Branchen, die ihre gewerblichen Tätigkeiten auf behördliche Anweisung komplett einstellen mussten, insbesondere aber auch Selbstständige. Denn trotz weiterlaufender Kosten gehen die Einnahmen vieler Betroffener gegen Null. Auch im Kreise unserer Sponsoren gibt es viele Unternehmen, die es aktuell hart trifft.

 

Aus diesem Grunde rufen wir alle Mitglieder sowie Freunde und Förderer unseres Sportvereins Concordia Wiemelhausen zur Unterstützung auf. Bitte erinnert Euch an die vielen Sponsoren, die sich als Werbeträger im Sportpark in Form von Meshbanner- und Bandenwerbung, auf den Sponsorenwänden, auf den Vereinsplakaten und auf unserer Homepage präsentieren. Durch Euer Kaufverhalten könnt ihr unsere Werbeträger nachhaltig unterstützen, z. B. auch durch den Erwerb von Gutscheinen.

 

Da im Sportpark seit einiger Zeit kein Trainings- und Spielbetrieb mehr möglich ist und somit auch unsere Werbepartnerschaften nicht mehr der Öffentlichkeit zugänglich sind, haben wir zudem für unsere gewerblichen Sponsoren auf unserer Homepage eine kostenlose Internetpräsenz eingerichtet, um die Werbepartnerschaften in dieser schwierigen Zeit zu unterstützen.

 

Wir würden uns sehr freuen, wenn die von uns ausgehenden Initiativen dazu beitragen, den unserem Sportverein verbundenen Unternehmen zu helfen.

 

Durch die Schließung des Vereinsheimes verlieren wir derzeit eine wichtige Einnahmequelle zur Finanzierung unseres Sportvereins. Wir bedanken uns daher sehr herzlich bei unseren Vereinsmitgliedern sowie Freunden und Förderern, dass sie unseren Sportverein weiterhin nachhaltig unterstützen. Denn nur „miteinander“ können wir die Corona-Krise überwinden.

 

Wir hoffen, dass alle Vereinsmitglieder sowie Freunde und Förderer unseres Sportvereins die Corona-Krise gut überstehen.

 

Bleibt gesund!

Peter Krolak (Geschäftsführer)

 

Maßnahmenkatalog für den Amateurspielbetrieb und Anordnungen der Stadt Bochum

Liebe Vereinsmitglieder,

die sehr dynamische Entwicklung der Lage zum "Coronavirus“ erforderte seitens des Fußball- und Leichtathletik-Verbandes Westfalen kurzfristige Beratungen und Entscheidungen. Lokale Absagen und Unsicherheiten auf allen Ebenen erforderten zudem eine neue Bewertung und Entscheidung der Sachlage. Vor diesem Hintergrund wurde für den Amateurspielbetrieb festgelegt, dass dieser auf Verbands- und Kreisebene ab 13.03.2020 bis einschließlich 19.04.2020 abgesetzt wird. Die Zielsetzung eines sportlichen Saisonabschlusses bleibt hiervon unberührt. Der Verbands-Fußball-Ausschuss wird sich bis zum 19.04.2020 wieder zusammensetzen und nach Möglichkeit Lösungen für den weiteren Saisonverlauf aufstellen.


Die Stadt Bochum hat inzwischen ihre Sportstätten einschl. der Turnhallen für den Sportbetrieb gesperrt, so dass neben den ausfallenden Meisterschafts-, Freundschafts- und Pokalspielen auch der Trainingsbetrieb auf den Sportplätzen und in den Sporthallen bis auf Weiteres nicht mehr möglich ist.

Das Vereinsheim bleibt für die Dauer der Beschränkungen ebenfalls geschlossen.
Wir bitten um Beachtung der weiteren Veröffentlichungen in den Medien und auf unserer Homepage.


Der geschäftsführende Vorstand
 

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